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Kommentare zu Kommentar Nr. 29880
Stand: 23.09.2020

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 Story: Klößchen macht sich große Sorgen: Seine Großmutter lie´gt mit einem Schwächeanfall im Krankenhaus. Eigentlich nichts Schlimmes, doch die sonst so fidele und geistig normale Frau redet plötzlich von Geistern und übernatürlichen Phänomene. Liegt es etwa an dem mysteriösen Tod ihrer besten Freundin Isolde? Natürlich fahren Tim, Karl und Gaby mit Willi zu Rosalinde Sauerlich. Von der erfahren sie auch, dass die 4 alten Damen kurz vor Isoldes Tod mithilfe eines Hexenbrettes einen furchtbaren Fluch heraufbeschworen haben. Natürlich ein Fall für TKKG, die sich die Freundinnen genauer unter die Lupe nehmen. Denn auch diese hören seltsame Stimmen und einen Geist, seit dem Hexenbrett. Was treibt der undurchsichtige Immobilienmakler in der Gegend unjd was hat es mit der unterirdischen Gruft zu tun, die direkt unter dem Büro der Immobilienfirma liegt? Ein spannender Fall beginnt...
Und vom spannenden Fall kann man hier wirklich reden. Meine Einschätzung vor dem Hören dieser Folge: Nichts sehr Schlechtes, aber auch nichts Überbewältigendes. Ich messe das immer an den Vorfolgen. 161 war eine absolute Enttäuschung für mich, denn sie war einfach zu flach. 162 ging, war von der Handlung her in Ordnung, aber eben normal. Also kann diese Folge wohl auch Mittelmaß sein. Doch am Ende war ich positiv überrascht. Die Story kam so noch nie vor und vor allem die Auflösung hat mich sehr interessiert. Endlich einmal bleibt man am Hören, kann und will der Handlung folgen. es ist ein roter Faden vorhanden, der sich zwar manchmal ein bisschen verknotet, was mich aber nicht so sehr stört. Gerade der Anfang der Folge hat etwas Unheimliches. Was man gerade in der 110-er und 140-er Reihe versucht hat, nämlich durch vermehrte Spannung eine schlechte Story zu überdecken, ist hier schon Vergangenheit. Spannung und Story passen gut zusammen. Die Folge nimmt schnell ihren Lauf, es sind viele Szenenwechsel dabei. Und das Beste: Endlich gibt es mal wieder Ermittlungen, die nicht durch Kommissar Zufall herbeigeköst werden. Man bleibt bei einem Fall, den man souverän Schritt für Schritt aufgelöst bekommt. Sogar zum Mitraten verführt diese Folge. Auch ein spannende Take: die Bewachung im Haus von Kiki und die Erscheinung des toten afrikanischen Häuptlings, was belustigend und zugleich auch spannend und etwas gruselig war. Die Ermittlungen gehen weiter. Nach übernatürlichen streut man immer wieder etwas Logik ein, was endlich mal Natürlich gelingt. Es sind keine übernatürlichen Phänomene vorhanden, die man auch gar nicht lösen kann (siehe 143; Joko-Toti) sondern die Verbindung zur Auflösung besteht, wenn auch zunächst nicht offensichtlich für den Hörer. Der Showdown endet in der Gruft mit den Verbrechern. Eine richtige Grusel-Atmo kommt auf. Einziger Minuspunkt: Der Titel und der Klappentext verraten etwas zu vielk, sodass man schon am Anfang der 2. Kasettenseite ahnt, was los ist.

Sprecher: Zu einer so guten Story passt auch die Sprecherliste. Zunächst Wolfgang Kaven. Seine Stimme leiht vor allem den "übernatürlichen" Szenen einen guten Rahmen. Zu TKKG. Früher war es ja TG. Bei dieser Folge bin ich total perplex: denn endluch hört man alle 4 gleich lang, ohne dass jemand im Mittelpunkt oder im Hintergrund steht. Vor allem Klößchen macht gute Arbeit. Nichts mehr von Schokolade hier, Schokolade da oder dummen Witzen, nein: er spielt den besorgten Enkel wunderbar, sodass man fast mitfühlen kann. Und Tim ist oso mitfühlsam, dass man glatt vergessen könnte, dass er in letzter Zeit ziemlich oft Klößchen nicht beachtete. Karl ist wahrscheinlich in seiner Bestform und trägt auch den entschiedenen Schluss bei. Gaby ist okay, endluich kriegt sie ihre Piepsstimme etwas in den Griff. Nun zu den Gastsprechern. Mal wieder hat EUROPA Stars zugeholt: Gisela Fritsch, mit ihrer unverwechselbaren dünnen, etwas krächzigen Karla-Kolummna.-Stimme, die perfekt zur Rolle der ängstigen und etwas verwirrten Rosalinde Sauerlich passt. Inken Sommer, bekannt von Tabaluga als Nessaja, hat für mich eine sehr beruhigende und ebenfalls ängstige Stimme. Sabine Hahn und Aranka Jaenke-Mamero hört man nur in der 1. Hexenbrettszene. Ihre Leistung ist solide. Susanne von Loessl in der Rolle der Putzfrau Frau Dahlke ebenfalls. Roman Kretschmer passt sich perfekt seiner bösen Rolle an. Holger Löwenbergs Stimme ist ebenfals wunderbar in der Rolle des Professors, der etwas undurchsichtig ist. Thomas Fritsch, den wir bisher nur als ruhigen Erzähler der drei ??? kannten ist hier in der Rolle des Verbrechers und taucht am Ende mit Susanne Stangl auf. Beide passen perfekt zusammen, Fritsch hat seine Stimme sogar etwas verstellt. Edgar Hoppe (Hein Blöd) ist leider nur kurz zu hören, trotzdem okay. Eine wirklich gute Auswahl, Frau Körting!
Musik & Effekte: Die Musik ist ungeheuer gut gewählt und passt sich perfekt den Szenen an. Vor allem im Showdownh ist sie sehr düster und absolut passend.- In Effekten bleibt nicht viel zu sagen, dafür hat Europa schon immer ein Händchen. Hervorzuheben sind diesmal die Wald- und Fahrradgeräusche, sowie das unheimliche Hallen in der Gruft.

Fazit: Eine so gute Folge, wie sie lange nicht mehr vorkam. Wundervolle Ermittlungen, perfekte Story, Spannung, Grusel-Atmosphäre, Miträtselspaß und gute Sprecher, was will man mehr. Lediglich an einzelnen Stellen sind ein paar kleine Mängel, doch wenn EUROPA so weitermacht, wird TKKG endlich wieder auf den richtigen Stand gerückt. 9,5 von 10 Punkten.

MAX  17.06.2009 19:51

29880 - Kommentar zu Ein Fall für TKKG - (163) - Die Makler-Mafia

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